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"Zweite" mit 5:9 gegen spielstarke Gäste unterlegen

Hilpoltstein (mu) – Der zweiten Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein ist es nicht gelungen, sich mit einem überraschenden Erfolg etwas Luft im Bayernliga-Abstiegskampf zu verschaffen. An eigenen Tischen unterlag sie den spielstarken Gästen vom TSV Bad Königshofen mit 5:9.

Da Regenstauf im Duell zweier direkter Abstiegskonkurrenten in Nordhalben überraschend gewann, zogen die Oberpfälzer am TV Hilpoltstein vorbei, der nun erstmalig in dieser Spielzeit auf einem Abstiegsplatz rangiert. Nach dem spielfreien Faschingswochenende steht mit dem mittelfränkischen Derby gegen Ansbach bereits das erste Endspiel auf dem Programm, in dem man unbedingt Punkten muss, um ein bisschen Boden auf die Konkurrenz gut zu machen.

Am Samstagabend entwickelte sich ein munteres, kurzweiliges Spiel zweier fast gleich starker Teams, denen man nicht anmerkte, dass der Neunte gegen den Vierten spielt. Der einzige festzustellende Unterschied war – wieder einmal – die Tatsache, dass es der Hilpoltsteiner Truppe nicht oder zu selten gelang, die entscheidenden Situationen für sich zu entscheiden.

Am Samstagmorgen hatte Mannschaftskapitän Tobias Mulack noch die von TV-Chef Bernd Beringer übermittelte Hiobsbotschaft erreicht, dass für den erkrankten Felix Bindhammer Ersatz aus der zweiten Mannschaft benötigt würde. Mit einer „Harakiri“-Aktion schaffte man es gerade noch rechtzeitig, Péter Petrovics zu seinem Zweitligadebüt zu verhelfen und ihn per Privatauto sofort nach dem letzten Ballwechsel in Fulda nach Hilpoltstein zu fahren. Die sympathische Budapester Kämpfernatur kam dann auch sichtlich mitgenommen von einer sehr zügigen Fahrt punktgenau zu seinem ersten Einzel in der Hilpoltsteiner Stadthalle an.

Für die Eingangsdoppel hatte man kurzfristig den langjährigen Leistungsträger Matthias Winkler reaktivieren können, der auch gleich maßgeblich dazu beitrug, dass man nicht mit 0:3 in Rückstand geriet, als er zusammen mit Rainer Frisch J. Ort/Englert in vier Sätzen bezwang. Schon in den Doppeln war allerdings deutlich mehr drin gewesen als ein 1:2-Rückstand: Hoffmann/Maag hatten nicht ihren besten Tag erschwischt und unterlagen überraschend Ocko/Weinhold. Ebenso knapp in vier Durchgängen unterlagen am Ende die neu formierten Seitz/Mulack gegen Fu/K. Ort.

In der Folge beeindruckte Péter Petrovics mit einer feinen Vorstellung gegen Ocko, nachdem er sich noch nicht einmal warm gespielt hatte. Lohn war ein verdienter 3:1-Sieg im ungarisch-tschechischen Duell. Parallel unterlag Manuel Hoffmann in vier Sätzen dem chinesischen Penholder-Spieler Fu - trotz guter Leistung und einiger sensationeller Ballwechsel. Eine Punkteteilung folgte nun auch in der Mitte und hinten: Wie Florian Seitz und der erst 13jährige Kilian Ort sich in den zahlreichen Topspinduellen die Bälle um die Ohren hauten, war aller Ehren wert. Hätte der Hilpoltsteiner Routinier einen seiner Satzbälle im dritten Durchgang verwerten können, wäre sich noch mehr drin gewesen als ein Satzerfolg gegen das Riesentalent der Gäste. Christian Maag ließ derweil gegen den in die Mitte gerutschten Weinhold gar nichts anbrennen und hielt diesen glatt in drei Durchgängen nieder.

Im Anschluss litt jeder der zahlreichen Zuschauer mit dem Hilpoltsteiner Teamoldie Rainer Frisch mit: der athletische Blockspezialist ließ gegen Englert nichts unversucht, kämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand vorbildlich zurück ins Spiel, stellte den Satzausgleich her und musste am Ende dennoch nach einigen sehr unglücklichen Bällen seinem Gegner zum Sieg gratulieren: 10:12 im Entscheidungssatz. Durch Tobias Mulacks nie gefährdeten Sieg nach ganz starker Leistung gegen J. Ort ging man mit 4:5 in den zweiten Durchgang.

Hier sollte gleich zu Beginn die Begegnung zugunsten der Gäste kippen, als Péter Petrovics nach 2:0-Satzführung gegen den auf einmal wie wild auf jeden noch so guten Ball des Hilpoltsteiners los schießenden Fu nach und nach seine Linie verlor und nach verlorenem dritten Durchgang nichts mehr zuzusetzen hatte. Nachdem Manuel Hoffmann gegen Ocko nach gutem Beginn auf einmal den Faden verlor, stand es 7:4 für die Gäste, die sich diese Führung nicht mehr nehmen ließen. Der 16jährige Christian Maag und der 13jährige Ort lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem Maag immer wieder mit seiner starken Vorhand Nadelstiche setzen und sein junger Gegner durch immense Spielintelligenz verblüffte und am Ende die Oberhand behielt. Durch Florian Seitz's Erfolg nach guter Leistung gegen Weinhold keimte noch einmal kurz Hoffnung auf einen Punktgewinn auf, doch  Rainer Frisch blieb auch in seinem zweiten Einzel das Pech treu, als er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen J. Ort zurück ins Match kämpfte, aber in den knappen Situationen schlichtweg das nötige Glück fehlte.

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