Zum Hauptinhalt springen

Klarer Erfolg gegen das Schlusslicht

Hilpoltstein (bb) – Freude im Hilpoltsteiner Tischtennislager: Sowohl die 1. als auch die 2. Herren-Mannschaft gewannen am Samstag ihre Heimspiele. Der Sieg des Bundesliga-Teams gegen Schlusslicht Döbeln (9:2) war trotz des Fehlens von Philipp Floritz, der für internationale Turniere in Qatar und Kuwait „frei“ bekommen hatte, so erwartet worden. Dass die Zweite in der Bayernliga den Rivalen TSV Ansbach am Abend jedoch gleich mit 9:3 abfertigen würde, kam durchaus einer Überraschung gleich.

In der 2. Bundesliga hat Döbeln den Kampf um den Klassenerhalt aufgegeben, obwohl sich die stark ersatzgeschwächte Mannschaft gestern gegen die ebenfalls in Notbesetzung angetretene Erstliga-Reserve des TTC Grenzau noch einmal beeindruckend aufbäumte. Nur zwei Mann der Stammbesetzung waren letztlich nach Hilpoltstein angereist. Dabei beeindruckten vor allem der junge sympathische Kolumbianer Alexander Jaramillo Echavarria – ein Studien-Kollege, Freund und Trainingspartner von Alexander Flemming -, der Rumäne Andras Turoczy und der litauische Abwehr-Stratege Tomas Mikutis.

Andras PodpinkaDennoch sprangen nur zwei Zähler für das Döbelner Restteam heraus. Im Doppel besiegten Echavarria/Turoczy den mit Ersatzmann Petr Petrovics angetretenen Felix Bindhammer überraschend deutlich in drei Sätzen. Auch im Einzel konnte der Ungar Petrovics – am Abend sollte er für die 2. Hilpoltsteiner Mannschaft zum Matchwinner werden – seine Nervosität nur selten ablegen. Er unterlag dem groß gewachsenen, aber auf blitzschnellen Füßen agierenden Abwehrer Tomas Mikutis in drei spannenden Sätzen und wiederlegte dabei seinen berühmten Landsmann Andras Podpinka, der mal gesagt hatte: Wer gegen einen Abwehrspieler verliert, kann kein echter Ungar sein.

Revanche nahm dagegen Felix Bindhammer. In Döbeln war das Hilpoltsteiner Urgestein dem „jungen Wilden“ aus Rumänien noch unterlegen. Diesmal ließ Bindhammer gegen Andras Turoczy keinen Zweifel aufkommen, wer das größere technische Repertoire hat. Und: Der vom Mannschaftskameraden Alexander Flemming vorbereitete Schläger passte für den diesmal fitten Felix haargenau – Balsam für das Selbstbewusstsein.

Während  Tomas Demek und Alexander Möst trotz kleiner Schwierigkeiten gegen die Döbelner Dathe und Alexander nichts anbrennen ließen, zeigte Andras Podpinka gegen den Materialkünstler Sebastian Sauer und auch gegen Echavarria mit sehr deutlichen Erfolgen, dass er auch im vorderen Paarkreuz der 2. Bundesliga seinen Mann stehen kann. Die besten Ballwechsel zauberten jedoch Alexander Flemming und sein kolumbianischer Freund in die Stadthalle: Der Beifall der fast 150 Zuschauer für ihre kleine Tischtennis-Show war ihnen gewiss.

Ernst wird es für den TV Hilpoltstein erst wieder am nächsten Samstag. Dann kommt – diesmal um 19 Uhr – das Topteam FC Tegernheim in die Hilpoltsteiner Tischtennis-Arena. Und dann erwartet man – wieder mit Jung-Nationalspieler Philipp Floritz an Nr. 2 - zum Wiedersehen mit dem  Ex-Hilpoltsteiner David Marek mindestens 300 Zuschauer und einen Fight auf Biegen und Brechen.

TV Hilpoltstein – ITTC Sachsen Döbeln 9:2  Demek/Möst – Sauer/Dathe 11:4, 11:7, 9:11, 11:5; Flemming/Podpinka – Mikutis/Alexander 11:1, 11:5, 11:5; Bindhammer/Petrovics – Echavarria/Turoczy 5:10, 10:12, 9:11; Flemming – Echavarria 11:8, 11:6, 11:6; Podpinka – Sauer 11:6, 11:6, 11:1; Demek – Dathe 11:4, 7:11, 11:5, 11:4; Bindhammer – Turoczy 11:8, 11:1, 11:7; Möst – Alexander 15:13, 11:3, 13:11; Petrovics – Mikutis 15:17, 8:11, 8:11; Flemming – Sauer 11:9, 11:6, 7:11, 11:4; Podpinka – Echavarria 11:5, 11:5, 11:9.