Hilpoltstein (bb) – Kaum sind die tollen Tage vorbei, fährt am Sonntag ein Bus voll Hilpoltsteiner in die Fastnachts-Hochburg Mainz. Allerdings nicht zum Schunkeln, sondern zum Tischtennisspielen. Die Asse des TV Hilpoltstein müssen zum sportlichen Kehraus in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Dort steht ihnen in der 2. Tischtennis-Bundesliga doch noch ein heißes Tänzchen bevor.
Schon in der Vorrunde reichte es für die Mittelfranken zu Hause nur zu einem denkbar knappen 9:6-Erfolg gegen den Aufsteiger. Dabei mussten Bindhammer und Co einem 0:3-Rückstand nach den Doppeln nachlaufen. Sie machten dann zwar sieben Einzelpunkte in Folge, doch durch die etwas unerwarteten Niederlagen von Nico Christ, Arne Hölter und Felix Bindhammer gerieten sie noch einmal in die Bredouille. Erst Christoph Schmidl erlöste die Hilpoltsteiner mit seinem Sieg gegen den jungen Jonas Christmann.
Ausgerechnet Matchwinner Schmidl hat sich jetzt krank gemeldet, so dass statt seiner Manuel Hoffmann die Reise nach Mainz antreten darf. Eine echte Bewährungsprobe für den Topmann der 2. Mannschaft, die am Samstagabend in der Hilpoltsteiner Stadthalle gegen den SB Regenstauf ebenfalls einen schweren Gang zu gehen hat.
Den hat auch das Topteam in der 2. Bundesliga vor sich – schließlich will man den sechsten Tabellenplatz (13:11 Punkte) vor dem TTC Fortuna Passau (10:12) halten. Das Match beim Achten Mainz (4:18) ist ein Schlüsselspiel – auch für die Mainzer, die durchaus noch in Abstiegsnöte kommen können. Punkte gegen den Favoriten Hilpoltstein würden da schon das rettende Ufer bedeuten und Mainz bliebe Mainz, wie es singt und lacht.
Vor allem Abwehr-Ass Tomas Mikutis (bisherige Bilanz 11:9) hält die Mainzer am Atmen. Nicht nur sein Sieg gegen Arne Hölter in Hilpoltstein zeigt die Klasse des 19-jährigen Letten. Mit Florian Schreiner, Frederick Jost, Petr David oder Martin Pytlik hat der sympathische Verteidiger weitere Größen der Branche auf der Abschussliste stehen. Da sich auch der Chilene Jaime-Felipe Olivares (5:15), der Ukrainer Stanislav Horskov (6:15) im vorderen, das Eigengewächs Benjamin Bator (7:11) im mittleren und Youngster Jonas Christmann (5:8) sowie der eingebürgerte Chinese Li Bing (6:9) im hinteren Paarkreuz wacker schlagen, könnte sich Mainz gegen die Reserveteams der Erstligisten Saarbrücken und Grenzau im Abstiegskampf durchaus behaupten. Ob die Gäste aus Hilpoltstein dazu einen Beitrag leisten, wird man am Sonntagnachmittag ab 13:30 Uhr wissen, wenn auf www.tischtennis.de der Liveticker die Punkte eines jeden Spiels anzeigt.

