Hilpoltstein (bb) – Große Ereignisse warten auf die Tischtenniscracks des TV Hilpoltstein. Zwei Heimspiele im Januar, dazwischen die bayerischen Einzelmeisterschaften, bei denen sie sage und schreibe sieben Medaillen zu verteidigen haben, die deutschen Meisterschaften „vor der Haustüre“ in Bamberg oder die Sportlerehrung am Freitag nächster Woche, wo zweimal die Wahl zum Sportler des Jahres gelingen könnte: Das neue Jahr geht mit Volldampf los. Am morgigen Samstag beginnt die Rückrunde in der 2. Bundesliga mit dem bayerischen Derby beim langjährigen Rivalen TTC Fortuna Passau.
Die Fans des TV haben die Vorrunden-Begegnung noch in bester Erinnerung: 3:7 lagen Bindhammer und Co in der Stadthalle zurück, um danach in einem begeisternden Endspurt noch beide Punkte zu ergattern. Es war ein Highlight in der Geschichte des Hilpoltsteiner Tischtennissports!
Ob es sich wiederholen lässt? Fünf Wochen lang hatten die sensiblen Tischtenniskünstler keinen Wettkampf mehr – schwer zu sagen, wo sie stehen. Unschwer hingegen ist vorauszusagen, dass es wieder knapp wird – wie fast immer im bayerischen Derby zwischen den Mittelfranken und den Niederbayern. 7:11 Vorrunden-Punkte für Passau, 10:8 für Hilpoltstein: Eigentlich spricht diese Bilanz für die Gäste. Doch Papier ist geduldig – die Wahrheit liegt auf den Tischen.
Seit einigen Tagen erst sind die Asse aus der Burgstadt wieder im Training. Reicht das aus, um die vier starken tschechischen Profis im Passauer Trikot erneut zu bezwingen? Tomas Sadilek (Vorrunden-Bilanz 13:5), Frantisek Krcil (9:8), Martin Pytlik (6:10) und Tomas Pristal (6:8) sind gestandene Zweitliga-Akteure mit viel Potenzial nach oben. Mathias Habesohn (5:11), der Österreicher, und Matthias Bomsdorf (7:6), der einzige Deutsche im Team der Niederbayern, können in ihrem Paarkreuz jeden Spieler schlagen.
Alexander Flemming (8:10), Nico Christ (7:11), Arne Hölter (6:11), Dennis Dickhardt (8:7), Felix Bindhammer (10:4) und Christoph Schmidl (9:5) sind in der Einzelbilanz zusammen genommen nur um ein Pünktchen besser als Passau. Die Doppel sprechen sogar für Passau (bisher 16:15), der TV Hilpoltstein (12:16) hat auch hier noch Luft nach oben.
Wie immer werden die Mittelfranken mit einer größeren Fan-Gruppe in die Drei-Flüsse-Stadt reisen. Wer das Spiel nicht direkt vor Ort verfolgen kann, hat im Liveticker ab 14 Uhr unter www.tvhiptt.de die Möglichkeit, zumindest digitale Spannung aufzubauen.

